Meditation
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Der Unsterbliche Lü Dongbin sprach über die daoistische Meditation (Daojiao Jingzuo): "Um den ursprünglichen, nichtzersplitterten Zustand des Geistes wiederherzustellen, sitze ruhig und meditiere: Zähle zuerst die Atemzüge, und lass den Atem langsam so fein werden, dass er nicht mehr wahrnehmbar ist. Sei des Körpers gewahr, als wäre er das undifferenzierte Absolute, und du wirst nichts mehr hören. Jene, die ihre Fassung wiedergewinnen können, nachdem ein Berg vor ihnen eingestürzt ist, sind die zweitbesten; jene, die sich davon nicht einmal erschrecken lassen, haben Meisterschaft erlangt." |
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"Solange noch ein einziger unbeendeter Gedanke existiert, ist unsere Essenz nicht ganz. Solange der Atem auch nur im geringstem ungleichmäßig geht, ist unser Leben nicht sicher. Man muss den Punkt erreichen, an dem Geist und Atem ineinander ruhen und die Gedanken sogar mitten im Denken vergessen sind." |
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Über das Üben der Stille sprach Lü Dongbin: "Das erste Stadium, das man während der Übung der Stille durchläuft, ist gekennzeichnet durch Stumpfheit, Vergessen und umherschweifende Gedanken. Dann folgt eine Phase der Leichtigkeit und Frische. Später fühlt man sich wie von Vorhängen aus goldenem Netzwerk umgeben. Schließlich ist es, als würde man vom Tod wieder ins Leben zurückkehren; es ist wie das Kommen und Gehen einer frischen Brise unter dem leuchtenden Vollmond: Die Sicht ist frei." |
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In den daoistischen Meditationstechniken der Wudang-Berge werden u. a. diese Verbindung von Atem und Geist geschult, Stille und Ruhe geübt, der Geist gereinigt und die Meridiane geöffnet.
Quelle: (1) Auszüge aus den Wolkennest-Annalen, in: Thomas Cleary, Das Tao des I Ging, 1989 |


